Monat: Januar 2016

Eine sexuell provozierende Kurzgeschichte

A sexually provocative short story – Ambika Thompson

Eine Frage: Haben Sie diesen Artikel wegen des interessanten Titels angeklickt? Ich verstehe das.

Noch eine Frage: Interessieren Sie sich für Kurzgeschichten? Ich eher weniger. Wohl eine unbeabsichtigte Folge langweiliger und konfuser erzwungener Beschäftigung mit Kurzgeschichten damals im Deutschunterricht.

Ich mag keine Geschichten, in denen Katzen im Regen angeblich irgendwelche Eheprobleme repräsentieren. Ich mag keine Allegorien und Symbole. Ich mag seit dem auch keine Kurzgeschichten mehr.

Aber diese Geschichte von Ambika Thompson, eine der tatsächlich vielen in Berlin lebenden englischsprachigen AutorInnen,  über das hässliche flachbrüstige Mädchen und den attraktiven Jungen mit den gigantischen Eiern hat mich überraschend überrascht, überraschend verwirrt und überraschend fasziniert. Und lachen konnte ich auch noch.

„The ugly girl with the flat chest and the attractive boy with the gigantic testicles kissed for the first time on the quiet street in the late hours of a fall moonlit night“.

Weiterlesen

modenliteraturen

nicht sein

kulturenliteraturen

(Ernst Jandl)

Endlich! Die Formel für ein gutes Buch ist gefunden

Mathematiker, Literaturwissenschaftler, Philosophen und Bücherblogger haben nun endlich die Formel gefunden, die beschreibt, was ein gutes Buch ausmacht.

Das Ergebnis:

 1+2+3+n = Lesevergnügen

q.e.d.

Wobei:

1= Selbsterkennung
2= Welterkennung
3= Kunsterkennung

n ist natürlich die Unbekannte, die Sie in diesem Fall auch selber bestimmen können.

Fritz J. Raddatz – Liebeserklärung eines Linksträgers. Oder: Wie man auch mit Büchern als extended re-release Kasse machen kann.

Wenn das kein gutes Timing des alten Medienprofis war. Einen Tag vor der Veröffentlichung seines letzten Buches im Februar 2015, nahm sich Fritz J. Raddatz in der Schweiz im Alter von 83 Jahren das Leben. Und so erlebte seine Erinnerung an die Jahre mit Ledig beim Rowohlt-Verlag in kürzester Zeit die fünfte Auflage.

Gespannt war ich auf diese Schilderung seiner Zeit als stellvertretender Leiter des Rowohlt-Verlags und seine Zusammenarbeit mit dem schillernden Rowohlt-Erben Heinrich Maria Ledig-Rowohlt. Gefreut habe ich mich, als ich das schön gestaltete Buch mit seinem grünen Leinenumschlag aus dem Briefumschlag zog. Enttäuscht war ich, als ich es am nächsten Tag ausgelesen zuklappte. Da hatte ich mehr erwartet. Das war mein Fehler.

Weiterlesen

Literarische Sackgassen – ein Geständnis

Kennen Sie das? Sie nehmen sich ein Buch vor, meist ist es eine dicke Schwarte, sei es aus eigenem Interesse, auf Grund einer Empfehlung eines Buchblogs oder gar durch bildungsbürgerlichen Druck eines mehr oder wenig offiziellen Literaturkanons. Sie sind motiviert, neugierig, beflissen und beginnen zu lesen.

Doch bald schon müssen Sie sich eingestehen, dass mit jeder weiteren Seite, die Sie umblättern, die Lust am Weiterlesen schwindet. Ihnen wird klar, dass Sie dieses Werk niemals auslesen werden.  Sie stecken in einer literarischen Sackgasse fest.
Weiterlesen

© 2018 Liebe zum Buch

Theme von Anders NorénHoch ↑