Linke Hirnhälfte                                           vs.                              Rechte Hirnhälfte
Wir müssen endlich mal diesen Artikel über ‚Der Griesgram‘ von André Gide schreiben! Da denken wir doch schon ewig drüber nach.
Ja, ich weiß. Aber so einfach ist das nicht.
Natürlich ist das einfach. Aber Du willst natürlich wieder etwas Besonderes daraus machen. Bleib doch mal einfach bei den Fakten und mach Dir nicht so einen Kopf.
Du bist gut. Einfach! Mach‘s doch selbst. Aber ohne mich kriegst Du das auch nicht hin.
Ok, ok. Ich würde ja als Einstieg einfach mal den Klappentext zitieren. Der beschreibt doch kurz und knackig worum es geht.
Das wäre aber doch sehr einfach, oder nicht? Und dürfen wir das überhaupt?
Mann, Du hast doch schon die Erlaubnis vom Matthes & Seitz Verlags bekommen, das Cover zu nutzen. Da kannst Du auch den Klappentext übernehmen. Haben die bestimmt nichts gegen. Also, auf geht’s, jetzt mal als Beginn:

„Ein Griesgram, der namenlose Protagonist dieses abgründigen ‚äußeren Monologs‘, stellt in wütenden Tiraden die abgeschmackte Belanglosigkeit dieser Welt bloß, der sich Frau und Kinder, der einzige Freund, überhaupt die ganze Menschheit längst ergeben haben. Doch seine Überheblichkeit befreit ihn nicht, vielmehr zwingt sie ihn immer wieder zurück ins enge gesellschaftliche Korsett.

Gides zynische Geschichte, in der sich sein Protagonist gehörig verrechnet, ist das verschrobene Protokoll einer griesgrämigen Implosion und einer tödlichen Explosion, fabelhaft in Szene gesetzt von Nanne Meyer.“

Weiterlesen